37242 Bad Sooden-Allendorf

Aus dem Behandlungsschwerpunkt Neuromuskuläre Erkrankungen

der Neurologischen Abteilung der Klinik Hoher Meissner

 

Informationen zu Krankheiten
Weitere Medizinische Informationen und Links - auch speziell von
 
der Neurologischen Abteilung der Klinik Hoher Meissner - finden Sie hier

 

LGMD 1F - Typ

Die Muskeldystrophien vom Gliedergürteltyp

(LGMD 1F)

von Dr. med. Carsten Schröter

Im folgenden erhalten Sie eine Übersicht über die Muskeldystrophien vom Gliedergürteltyp (LGMD 1F). Spezielle weitere Informationen zu den einzelnen Formen der Gliedergürtelmuskeldystrophie erhalten Sie auf den folgenden Seiten: 

Einführung:     www.gliederguertel-muskeldystrophien.de
Zur LGMD 1B: www.gliederguertel-muskeldystrophien.de/lgmd1b
Zur LGMD 1C: www.gliederguertel-muskeldystrophien.de/lgmd1c
Zur LGMD 1F: www.gliederguertel-muskeldystrophien.de/lgmd1f
Zur LGMD 2A: www.gliederguertel-muskeldystrophien.de/lgmd2a
Zur LGMD 2B: www.gliederguertel-muskeldystrophien.de/lgmd2b
Zur LGMD 2D: www.gliederguertel-muskeldystrophien.de/lgmd2d
Zur LGMD 2I:   www.gliederguertel-muskeldystrophien.de/lgmd2i

Muskeldystrophien vom Gliedergürteltyp – Einleitung 

Muskeldystrophien sind Erkrankungen der Muskelfasern, die zu einer Abnahme der Muskelmasse und damit auch der Kraft insbesondere der Becken- und Schultergürtelmuskulatur führen. Eine Gruppe, die sich durch Beginn der Symptomatik im Bereich der Schulter- oder der Beckenmuskulatur manifestiert und unabhängig vom Geschlecht vererbt wird, wird als Muskeldystrophie vom Gliedertyp bezeichnet. Dabei wurden zunächst der Typ Leyden-Möbius und der Typ Erb unterschieden. Typ Leyden-Möbius umfasst die Formen, die sich primär in der Beckenmuskulatur zeigten, der Typ Erb manifestiert sich primär im Schulterbereich. 

Inzwischen wissen wir aber durch die enormen Fortschritte in der Humangenetik, dass sehr viele verschiedene Gendefekte, die ganz verschiedene Bestandteile der Muskelfaser kodieren, zu dem Bild einer Muskeldystrophie vom Gliedergürtel führen. 

Da die meisten medizinischen Arbeiten in der englischen Sprache veröffentlicht werden, hat sich die Abkürzung LGMD durchgesetzt. Sie bedeutet: „Limb girdle muscular dystrophy“, übersetzt eben „Gliedergürtelmuskeldystrophie“. Die einzelnen Unterformen der Gliedergürteldystrophie werden mit den Buchstaben „LGMD“ und einer daran angehängten Zahl und einem Buchstaben, z.B. LGMD1F, katalogisiert. Die genauere Bedeutung der Zahl und des Buchstabens finden Sie unter dem Punkt Genetik auf der Internetseite www.gliederguertel-muskeldystrophien.de

Grundlegende Informationen zu den Muskeldystrophien vom Gliedergürteltyp finden Sie im Überblick ebenfalls auf unserer Internet-Seite www.gliederguertel-muskeldystrophien.de

Im folgenden finden Sie einige ergänzende Informationen zu einer speziellen Form, der LGMD 1F. 

Spezielle Informationen zum Typ LGMD 1F 

Im Jahre 2001 beschrieben Gamez und Mitarbeiter eine große spanische Familie über 5 Generationen mit dem Krankheitsbild einer Muskeldystrophie vom Gliedergürteltyp. Es wurde eine Erscheinungsform beschrieben, die vor dem 15. Lebensjahr begann. Sie machte zwei Drittel der Fälle aus. Eine weitere Erscheinungsform der Erkrankung begann im dritten oder vierten Lebensjahrzehnt. Alle betroffenen Personen zeigten Schwächen der rumpfnahen Muskulatur im Becken- und Schultergürtelbereich. Die Beckengürtelmuskulatur war aber schwerer und früher betroffen als die Schultermuskulatur. Eine Beteiligung der Herzmuskulatur oder Einschränkungen der Gelenkbeweglichkeit, sogenannte Kontrakturen wurden nicht beschrieben. 

Ursache der Erkrankung ist eine Mutation auf dem Chromosom 7. Der genaue Genort lautet 7q32.1-q32.2. Das Gen, welches von dieser Region kodiert wurde, konnte bislang nicht ermittelt werden. Die Vererbung erfolgt autosomal dominant. 

Weitere Informationen zur Typ LGMD 1F 

Weitere aktuelle Informationen erhalten Sie auf den allerdings englisch-sprachigen Internet-Seiten 

www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/dispomim.cgi?id=608423 

und  www.neuro.wustl.edu/neuromuscular/musdist/lg.html#lgmd1f

Mit den besten Wünschen, insbesondere für Ihre Gesundheit

Dr. med. Carsten Schröter 

Chefarzt der Neurologischen Abteilung der Klinik Hoher Meissner
Arzt für Neurologie

Physikalische Medizin, Rehabilitationswesen
Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke

Weitere Medizinische Informationen
und
Links für Patienten und Interessierte –
von Amyotrophe Lateralsklerose bis zur Therapie der spastischen Spinalparalyse -
finden Sie hier

Sagen Sie uns ruhig mal Ihre Meinung!
Oder stellen Sie uns Ihre Fragen...
und klicken Sie hier...

Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html

Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.

Weitere Fragen? Ihre Meinung?
Schicken Sie uns eine E - mail

Dr. Carsten Schröter

Tel.: 05652 – 55 861, FAX 05652 – 55 814

Klinik Hoher Meissner
Hardtstraße 36, 37242 Bad Sooden-Allendorf
Tel.: 05652 – 55 0, FAX 05652 – 55 870

Impressum · · Anfahrt

Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.